# Klärungs- und Risikolog – Vertragsunterlagen, Bindefrist und Optionslogik

## Leitlinie für das Angebotspaket

Das Angebot zum Social-Media-Management für den Sparkassen Münsterland Giro 2027 muss zwei Wertungsstränge sauber verbinden: ein überzeugendes Konzept für die fachliche Social-Media-Kompetenz und eine konsistente Preis-/Leistungslogik. Die Leistungsbeschreibung setzt den Schwerpunkt fachlich: Neben dem Preis mit 40 Prozent Gewichtung wird die Fachkompetenz mit 60 Prozent gewertet. Deshalb darf die Angebotsstruktur nicht nur Leistungen aufzählen, sondern muss Strategie, Kanalverständnis, Eventnähe, mobile Content-Produktion, Community Management, Reporting und Referenzen nachvollziehbar zusammenführen.

Für die Umsetzung ist entscheidend, dass Vertragsgrundlage, Bindefrist und Optionsjahre dieselbe Logik tragen wie Konzept, Team-Setup und Kalkulation. Die Unterlagen beschreiben den Leistungszeitraum 2027 und jährliche optionale Folgebeauftragungen bis 2030; zugleich wird eine gleichbleibende Preislogik für diese Jahre genannt. Diese Festlegung steuert die Preisarchitektur und verhindert Widersprüche zwischen Leistungsversprechen, Ressourcenplanung und Angebotsformular.

## Risikofelder mit Steuerungslogik

| Klärfeld | Gesicherte Grundlage | Auswirkung auf Angebot und Umsetzung | Steuerungslogik für das Paket |
|---|---|---|---|
| Vertragsgrundlage / Rahmenvertrag | Im derzeit vorliegenden Unterlagenpaket ist die Leistungsbeschreibung vorhanden; ein passendes Vertragsmuster ist nicht enthalten. | Leistungsumfang, Rangfolge der Anlagen, Rechte-/Nutzungsfragen, Leistungsabnahme, Kündigungs- und Zahlungsmechanik können nicht in ein einheitliches Angebotsbild gespiegelt werden. | Das Konzept beschreibt Leistungen und Arbeitsmodell anhand der Leistungsbeschreibung; Vertragsformulierungen werden nicht frei ergänzt. |
| Bindefrist | Die Leistungsbeschreibung enthält Bewertungs- und Leistungsinformationen; eine belastbare Bindefrist ist im vorliegenden Textauszug nicht enthalten. | Angebotskalender, Ressourcenbindung und interne Entscheidungstermine bleiben ohne belastbare Fristmarke unvollständig. | Die Bindefrist wird als eigenständige Fristenmarke geführt und erst aus dem Originaldokument in die Angebotsplanung übernommen. |
| Optionsjahre 2028–2030 | Die Leistungsbeschreibung nennt jährliche Folgeoptionen und eine gleichbleibende Preislogik ohne Preisanpassung. | Preisblatt, Angebotswert und Ressourcenmodell müssen diese Optionslogik widerspruchsfrei abbilden. | Optionsjahre werden nicht mit automatischer Preissteigerung angesetzt, wenn das Preisblatt keine abweichende Vorgabe enthält. |
| Reisekosten und Präsenztermine | Ca. zehn bis fünfzehn Präsenztermine im Raum Münster sind beschrieben; zusätzliche Reise- und Spesenkosten sind nicht separat abrechenbar. | Kalkulation, Teamplanung und Eventproduktion müssen Vor-Ort-Aufwand, Mobilität und mögliche Abend-/Wochenendanteile einpreisen. | Das Angebotsmodell berücksichtigt Präsenz als Bestandteil der Leistung und trennt sie nicht als Zusatzkostenlogik aus. |
| Preisblatt / Formularlogik | Für das Angebot ist eine Preiswertung vorgesehen; ein eindeutig passendes Preisblatt liegt im derzeit vorliegenden Unterlagenpaket nicht vor. | Preisfelder, Summenfelder, Optionsjahre, Formeln und geschützte Eingaben können nicht belastbar befüllt werden. | Es wird keine Ersatzstruktur aufgebaut; die Bearbeitung erfolgt in der Originalvorlage mit eindeutigen Feldpositionen. |

## Angebotsarchitektur aus der Wertungslogik

Der 60-Prozent-Anteil Fachkompetenz verlangt eine sichtbare Qualitätsstory. Das Kurzkonzept sollte die Anforderungen nicht als Liste wiederholen, sondern als Betriebsmodell darstellen: Social-Media-Strategie, Kanalpriorisierung, mobile Content-Produktion, Eventbegleitung, Community Management, Paid-Social-Logik, KPI-Reporting und laufende Optimierung greifen ineinander. So entsteht eine bewertbare Verbindung aus Fachlichkeit, Referenzen und konkreter Umsetzung.

Der 40-Prozent-Anteil Preis verlangt dieselbe Disziplin auf der Kalkulationsseite. Preislogik, Präsenztermine, Nicht-Abrechenbarkeit zusätzlicher Reisekosten und Optionsjahre müssen mit dem Leistungsmodell zusammenpassen. Besonders wichtig ist die Trennung von Einheitspreisen und Summen-/Formelfeldern, sobald die Originalvorlage vorliegt.

## Konsequenz für Konzept, Team und Referenzen

Die Referenzlogik sollte drei Ebenen bedienen: Sparkassen- bzw. Finanzumfeld, Eventkommunikation und laufendes Social-Media-Management. Das passt zur geforderten Kombination aus Markenverständnis, mobilem Content, Plattformkompetenz, datenbasierter Zielgruppenplanung, Eventmarketing und Reporting. Die Angebotsdramaturgie führt deshalb vom Auftragsverständnis über die Kanalstrategie in ein konkretes Redaktions- und Produktionsmodell.

Im Teammodell sollte der Social-Media-Lead eng mit der Projektsteuerung verzahnt sein: Strategie, Redaktionsplanung, Vor-Ort-Produktion, Community Management und Reporting benötigen kurze Wege. Für die Bewertung ist diese Rollenlogik stärker als eine reine Kapazitätsdarstellung, weil sie zeigt, wie Entscheidungen, Qualitätssicherung und Umsetzung im Jahresverlauf funktionieren.

## Entscheidungspfad für die sichere Angebotsbearbeitung

1. Das Original-Vertragsmuster wird als Grundlage der Vertrags- und Anlagenlogik übernommen.
2. Die Bindefrist wird aus dem Originaldokument in den Fristenkalender übertragen.
3. Das Original-Preisblatt wird ausschließlich in seiner vorhandenen Feldstruktur bearbeitet.
4. Die Optionsjahre 2028 bis 2030 werden anhand der Vorgabe zur gleichbleibenden Preislogik geführt.
5. Konzept, Referenzen, Teamrollen und Preisarchitektur werden auf ein gemeinsames Betriebsmodell ausgerichtet: ganzjährige Social-Media-Betreuung mit Event-Peak, mobilem Content, Community-Nähe und messbarem Reporting.
